Eier sind die nächsten Tage (wortwörtlich) in aller Munde: Wir finden sie im Osternest, auf dem Frühstückstisch, als Beilage zum Osterschinken oder im Kuchenteig. Für mich ein guter Grund den einen oder anderen Blick hinter die harte Schale zu werfen . Unter anderem habe ich mich gefragt: Was war zuerst die Henne oder das Ei? Hier die Antworten.

Wie lange sind Eier haltbar?

Das Mindeshaltbarkeitsdatum errechnent vom Tag des Legens plus 28 Tage. Nach Ablauf kann das Ei noch bis zu 4 Wochen zum Kochen (mindestens 70 Grad) oder Backen verwendet werden.

Wie werden rohe Eier richtig aufbewahrt?

Eier haben in den ersten 20 Tagen einen natürlichen Schutz und können ohne Kühlung aufbewahrt werden. Optimalerweise mit der stumpen Seite nach oben. Sollte man sie über das Mindesthaltbarkeitdatum hinaus nutzen wollen, gehören diese allerdings doch in den Kühlschrank. Aber Achtung vor Fremdgerüchen. Durch die Poren der Schale dringen diese leicht ein. Übrigens, Eigelb– und Eiweißreste lassen sich einfrieren.

Wie erkennt man ein frisches Ei?

Machen Sie den Salzwassertest: Geben Sie das rohe Ei in eine Schale mit Salzwasser. Sinkt es sofort, ist es frisch. Schwimmt das Ei oben, sollte man es besser entsorgen. Hat das Ei den Frischetest bestanden, sollte es gleich verwendet werden, das Wasser die Schale beschädigt und anfällig für Keime macht.

Was bedeuten kleine Blutflecken im Ei?

Bei älteren Hennen kann es vorkommen, dass kleine Gewebeteile aus dem Legedarm im Ei eingeschlossen werden. Eier mit solchen Einschlüssen können unbedenklich gegessen werden.

Warum sind manche Eier weiß und andere braun?

Das hat nicht – wie oft angenommen – mit der Fütterung oder Haltung zu tun. Auch die Farbe des Gefieders hat keinen Einfluss. Ausschlaggebend ist die Farbe der Ohrscheibe (kleine Hautpartie am Kopf, so eine Art „Ohrläppchen“) des Huhns. Ist diese Ohrscheiben weiß, gibt es weiße Eier. Ist diese braun, gibt es braune Eier.

Was bedeutet die Nummer auf den Ei?

Die erste Zahl informiert uns über die Haltungsform: 3= Käfighaltung, 2= Bodenhaltung, 1= Freilandhaltung, 0= Bio. Das AT steht für Österreich und lange Zahl dahinter ist die Nummer es Legehennenhaltes. Kontrollieren können Sie diese Nummer unter http://www.eierdatenbank.at/.

Sind Eier gesund?

Die Nährwertangaben eines Hühnereies können sich sehen lassen: Es enthält insgesamt 12 Vitamine, wie zum Beispiel: Vitamin A (Retinol), Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B6 (Pyridoxin) und Vitamin B12 (Cobalamin). Dazu kommen noch die Mineralstoffe Kalzium, Eisen und Phosphor. Je nach Größe besitzt ein Ei rund 100 Kilokalorien, 6 g Eiweiß und 5 g Fett.

Das Protein von Eiern ist sehr hochwertig. Es kann vom Körper zu 100 Prozent zu körpereigenem Eiweiß umgesetzt werden.

Dass der Verzehr von mehr als einem Ei täglich Probleme mit dem Cholesterinspiegel verursacht, ist nicht mehr als ein Gerücht. Der Körper erzeugt 80–90 Prozent des Cholesterins selbst.

Wussten Sie, wie „stark“ Hühnereier sind?

Belastet man ein Ei auf den Punkt, hält es bis zu sieben Kilogramm aus. Kann sich der Druck auf die komplette Oberfläche verteilen, sind sogar 25 Kilogramm drin. Das heißt: Vier Eier können einen erwachsenen Menschen problemlos tragen.

Und wie ist das jetzt mit der Henne und dem Ei?

Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es weder das „erstes Huhn” noch das „erstes Ei”. Beides sind schlichtweg das Ergebnis der Evolution. Die ersten Eier stammen vermutlich von Mehrzellern, die vor mehr als 600 Millionen Jahren gelebt haben. Daraus wurden Fische und Amphibien. Und dann waren da noch die Dinosaurier. Der Vorfahre unseres Haushuhns ist das Bankivahuhn. Es wurde vor rund 2.500 v. Chr. in Asien domestiziert und stammt vom Archäopterix ab, der als Bindeglied zwischen Dinosauriern und Vögeln gilt. entstanden sind. Aus evolutionsbiologischer Sicht war also das Ei lange vor der Henne da. Ein Hühnerei war es jedoch nicht.

 Im Namen des gesamten Eurest-Teams wünsche ich ein schönes Osterfest.

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