Letzte Woche hatte ich ein Meeting mit der Wiener Tafel um mögliche gemeinsame Projekte zu besprechen. In der Vorbereitung habe ich mich mit dem Thema Lebensmittelabfälle näher beschäftigt:

Rund 157.000 Tonnen an Lebensmittel landen in Österreichischen Haushalten jährlich im Müll. Von dieser Menge würden eine halbe Million Menschen ein Jahr lang satt werden. Das ist nicht nur ein ökologisches und ethisches Problem, sondern auch ein finanzielles. Jeder österreichischer Haushalt schmeißt rund 300 Euro im Jahr einfach weg.

Warum ist das so?

Häufige Gründe sind ungeplante Einkäufe und unbedachte Speisepläne. Viele Menschen wissen nicht mehr wie Lebensmittel richtig gelagert werden und orientieren sich ausschließlich am Mindesthaltbarkeitsdatum um die Genießbarkeit zu bewerten.

Was versteht man unter Lebensmittelabfälle im Haushalt?

Je nach „Vermeidungspotential“ lassen sich unterschiedliche Gruppen definieren:

  • Zubereitungsreste: Diese fallen beim Putzen und bei der Zubereitung von Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch an. Es sind (großteils) nicht essbare Bestandteile der Lebensmittel wie Kaffeesud, Eierschalen oder Knochen. Diese lassen sich nicht vermeiden, aber mit bewussten Umgang ein wenig reduzieren.
  • Speisereste: Wie der Name schon sagt, sind das die klassischen Rest am Teller nach der Mahlzeit. Theoretisch sind diese vermeidbar, widerspricht sich aber mit dem Grundsatz, dass man nur solange essen soll bis man sich satt fühlt. Hier gilt es eine Balance zu finden.
  • Original bzw. angebrochene Lebensmittel: Teil einer größeren Verpackungseinheit oder ganzes Stück eines unverpackten Lebensmittels, zum Beispiel ein ganzer Apfel, ein angeschnittenes Brot oder die Wurstpackung. Diese Lebensmittelabfallart lässt sich durch sorgfältige Planung, Einkauf, Lagerung, Verarbeitung und Verwendung zu einem Großteil vermeiden.

Was kann man gegen Lebensmittelverschwendung tun?

Eine ganze Menge! Ein einzelner Blogbeitrag reicht hierfür gar nicht aus. Stellen Sie sich zum Beispiel die Frage „Ist das noch gut?“ bevor Sie ein Lebensmittel in den Müll befördern. Verlassen Sie sich dabei nicht auf das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Prüfen Sie das Lebensmittel sensorisch: schauen, riechen, fühlen und schmecken Sie. So können Hartkäse oder Eier bei richtiger Lagerung bis zu 21 Tage über den MHD hinaus noch genießbar sein. Bei Ölen, Knabbergebäck oder Fruchtsäfte bis zu 2 Monaten. Bei Reis, Teigwaren oder Mehl besteht sogar nach einem Jahr noch die Möglichkeit, dass diese genießbar sind. Schauen Sie sich dazu auch die Broschüre der WienerTafel an.

Was macht Eurest

Nicht nur Haushalte verursachen Lebensmittelabfälle, sondern auch die (Gemeinschafts)gastronomie. Wie Eurest damit umgeht haben wir uns schon in vergangenen Blogbeiträgen angesehen:

Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung

United Against Waste

Darüber hinaus setzen wir auf ein ausgeklügeltes , erprobtes Einkaufs– und Menüplanmanagement um Lebensmittelverschwendung vom Anfang an zu vermeiden. Auch regelmäßige Mitarbeiterschulungen und –sensibilisierung werden durchgeführt

STOP FOOD WASTE DAY am 27. April

Als Unternehmen das Lebensmittel liebt, kann Eurest hier nicht untätig sein und ist Teil des internationalen Stop Food Waste Day am 24. April 2018! Auf genussvolle Art möchten wir das Thema ins Bewusstsein unserer Gäste und MitarbeiterInnen bringen und laden Sie ein, eines der etwas anderen Aktionsgerichte zu probieren.

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