Eurest bringt Heimat auf den Tisch: Spargel vom Malafa

Dienstagmorgen, 18. April — Es hat gefühlt 5°C und uns fällt nichts besseres ein als ins 700-Seelen Dorf Goldgeben zu fahren um Herrn Malafa zu besuchen. Herr Malafa ist Spargelproduzent, liefert auch an die Eurest Kantinen und hat uns ein wenig über seine tägliche Arbeit und den Spargel erzählt.

Dass es so kalt ist, hat einen entscheidenden Vorteil: Herr Malafa kann sich Zeit für uns nehmen. Denn sobald die Temperaturen auf unter 11°C fallen, hat auch der Spargel keine Lust zu wachsen. Werden an warmen Tagen bis zu 250 kg pro Hektar geerntet, sind es bei Kälte maximal 30 kg.

Wir schnüren also unsere Jacken enger, setzen die Haube auf und fahren mit Herrn Malafa aufs Feld. Auf den Feldern sehen wir vor allem schwarze Folie. Insgesamt sind es 30 km Folie, die am Feld liegt. Damit lässt sich die Temperatur und dadurch das Wachstum regulieren. Die schwarze Folie hilft im Frühjahr die nötige Wärme zu erzielen (bis zu 10 cm kann der Spargel darunter in der Nacht wachsen) und Unkraut fernzuhalten, im Sommer wird sie umgedreht. Innen ist sie weiß und reflektiert das Sonnenlicht. Das dämmt das Spargelwachstum ein wenig ein.

Spargelspinne Spargelernte

Die Erntehelfer packen gerade zusammen und fahren aufs nächste Feld. Herr Malafa will uns aber zeigen wie man Spargel sticht. Der Wind pfeift und es beginnt ein wenig zu regnen. Die Erntehelfer sind heute nicht zu beneiden, auch weil durch das schlechte Wetter wenig am Feld zu holen ist. Spargelstechen ist nämlich reine Handarbeit, da muss genau geschaut werden wo die Spitze den Boden anhebt. Dann die Stange ausgraben und vorsichtig stechen, damit die nachwachsenden Spargelstangen nicht verletzt werden. Einziges maschinelles Hilfsmittel ist die sogenannte Spargelspinne. Sie deckt die Folie von den Spargelhügeln und legt sie wieder darauf. Das müsste sonst ebenfalls per Hand erledigt werden (wen das noch genauer interessiert, der klickt hier).

Aber zurück zu Herrn Malafa, der eigentlich gelernter Stahlbauschlosser ist und den Betrieb von seinem Vater übernommen hat. Seit 2009 ist der Betrieb Bio-zertifiziert. Die Spargelfelder befinden sich alle in einem Umkreis von maximal 3 km, so wird garantiert, dass der Spargel innerhalb von 24 Stunden beim Kunden ist (im ab Hof Verkauf natürlich noch schneller). Weil Spargel nur 10 Jahre am gleichen Feld stehen kann, sind die Spargelanbauflächen zumeist gepachtet.

Bio Spargel | Malafa | Eurest

60 — 70 Tonnen Spargel erntet Malafa pro Jahr. Die kommen über Direktvermarktung , den Lebensmittelhandel und eben auch die Gastronomie wie z.B. über die Eurest-Betriebsrestaurants möglichst frisch zum Kunden. Im Juni ist dann Schluss mit dem Ernten. Der Spargel braucht nämlich mindestens 90 frostfreie Tage um wieder zu Kräften zu kommen, damit wir ihn im kommenden Jahr wieder genießen dürfen.

Bio Spargel | erntefrisch auf den Eurest Teller

Wir steigen ins Auto ein und fahren zurück zum Hof, da hoppelt ein Hase über das Feld. „Die Hasen lieben Spargel. Aber sie beißen leider nur die Spitzen ab und trinken quasi das Wasser. Deshalb müssen wir vor allem die Jungpflanzen einzäunen.”, erklärt uns Herr Malafa. Wenn sogar die Wildtiere auf den Bio-Spargel stehen, dann wird er in unseren Eurest Restaurants sicher auch hervorragend schmecken — Regional von Land und Leuten eben.

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