Regional von Land und Leuten: Wachauer Marillen vom Unfried

Im Zuge der Aktionswochen von „Regional von Land und Leuten“  stellen wir im  Juli Marillen in den  Mittelpunkt. Das heißt, wir dürfen wieder einen heimischen Obstbauern besuchen.

Der Weg führt uns in die wunderschöne Wachau nahe Krems, genauer gesagt zum Obstbau der Familie Unfried in Krustetten. Der Familienbetrieb besteht schon seit über 25 Jahren und bietet ein breites Spektrum an verschiedenen Früchten und Gemüsesorten an. Christoph Unfried hat den Betrieb von seinem Vater Andreas übernommen und stellt seinen Obstbau derzeit in einen nachhaltigen Biobetrieb auf 25 ha Produktionsfläche um.

Wir hatten die Ehre mit Familienoberhaupt Andreas Unfried die Obstgärten zu besichtigen. Zuerst zeigte er uns einen seiner besten Marillengärten, in dem schon eifrig gepflückt wurde– von Hand, das versteht sich von selbst. Die Bäume trugen reichlich Marillen, wo auch immer ich hinsah — orange. Manche Bäume tragen sogar bis zu 150 kg. Ich erfuhr, dass ca. 3–4-mal pro Saison geerntet wird, um jeder Frucht den idealen Reifegrad zu ermöglichen, denn Aprikosen reifen bekanntlich nach.

Weiters wurde uns erklärt, dass in Unfrieds Obstgarten Bäume verschiedensten Alters stehen. Dafür gibt es 2 Gründe. Erstens tragen Marillenbäume im Durchschnitt nur 20 Jahre Ernte. Und zweitens passiert es immer wieder, dass einen Baum der „Schlag trifft“. Vom einen auf den anderen Tag wird der Baum ganz kahl und wirft keinen Ertrag mehr ab. Er muss durch einen jungen Baum ersetzt werden.

Eurest in Unfrieds Marillengarten

Wussten Sie, dass die meisten Marillensorten ursprünglich aus Frankreich und Japan kommen? Ich auch nicht!

Der einzigartige Geschmack der WachauerMarille geht auf das besondere Klima, sowie das Jahrtausendalte Handwerk der Selektion und Veredelung zurück. Den Geschmackstest haben Unfrieds Marillen eindeutig bestanden – das kann ich persönlich bestätigen! Bei angenehmen 25 Grad und reichlich Niederschlag fühlt sich das Steinobst besonders wohl. Deshalb hat die Europäische Union nur drei der insgesamt 40 erwerbsmäßigen Sorten in das Portfolio der „Wachauer Marille g.U.“ (Geschützte Ursprungsbezeichnung) aufgenommen. Interessant ist, dass diese Bezeichnung nur für die Rohware gilt. Familie Unfried besitzt ein solches Zertifikat, auf das sie besonders stolz sind.

Beim genaueren Nachfragen erfuhr ich, dass der Obstbauer Unfried zahlreiche Haubenlokale, namenhafte Hotels, Marmeladenhersteller, sowie auch unsere Eurest Kantinen beliefert. Qualität und Sorgfalt bei der Auswahl werden beim Obstbau Unfried ganz groß geschrieben. Das ist uns bei der Besichtigung mehrmals aufgefallen — jeder hilft tatkräftig mit, wo es nur möglich ist.

Na? Gusto bekommen? Ich auch! Deshalb haben wir einige Rezepte mit Marille kreiert, die Sie ab sofort testen können oder Sie besuchen uns in Ihrem Betriebsrestaurant wo jede Woche 2 köstliche Marillengerichte auf Sie warten.

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