Mein Name ist Mariella Rubik und eigentlich arbeite ich bei Eurest im Sales Support. Weil es aber bei Eurest quasi „Brauch” ist, dass jede/r neue Mitarbeiter/in auch einmal Küchenluft schnuppert, gebe ich heute einen Einblick in meinen Praxistag bei den Kollegen in Gänserndorf.

Es ist 6:00 Uhr früh. Zu dieser Zeit beginnen die fleißigen Köchinnen in der Betriebsküche am Standort der OMV Gänserndorf. Obwohl die meisten Angestellten und Arbeiter der OMV Gänserndorf noch nicht einmal ihren Dienstort betreten haben, arbeiten die drei Köchinnen schon auf Hochtouren. Auch heute meistern sie wieder ein umfangreiches Speiseangebot für letzten Endes 400 Personen.

Angefangen wird damit, faschierte Laibchen frisch vorzubereiten. Dafür müssen ca. 3 Kilo Zwiebel geschnitten und geröstet werden was das Zeug hält. Anschließend wird das Faschierte beigemengt, gewürzt und schon kann es gebraten werden.

hausgemacht bei Eurest

Faschierte Laibchen anbraten / Essen für 400 Personen

Stop Food Waste” ist das Motto und darum wird auch gleich noch ein Fleischstrudel für den Folgetag produziert. Dieser darf in Form einer Suppeneinlage die Mägen füllen.

Während die Köchinnen zügig die Hauptspeisen zubereiten, werde ich eingeteilt den Kartottenkuchen für die Nachspeise zu backen. Das freut mich besonders, da ich ohnehin gerne backe, nur mit dem überdimensional großen Mixer muss ich mich erst anfreunden. Doch zuerst ist Karotten schälen angesagt. Drei Kilo Karotten müssen geputzt und anschließend per Hand geraspelt werden — „Do it yourself“ so lautet hier das Motto. Ein Blick auf die Verpackung freut mich sehr. Die Karotten stammen aus Raasdorf, das von Gänserndorf nur wenige Kilometer entfernt ist — kurzer Transportweg heißt für mich „Daumen hoch”!

Karottenkuchen natürlich selbst gemacht. Wenn man mit dem großem Mixer nicht umgehen kann, nimmt man eben den kleinen Bruder.

Die Zeit vergeht wie im Flug und wir können eigentlich schon anrichten– aber Halt! Da fehlt doch etwas!? Ja genau, die Rückstellproben sind nicht zu vergessen! Da wird von jeder Speise bevor sie an den Gast kommt eine Portion abgefüllt und für ca. vier Wochen tiefgekühlt aufbewahrt, nur für den Fall der Fälle…

11:00 Uhr — Die Ausgabe wird vorbereitet, sodass alles fertig ist, wenn die ersten Gäste um 11:15 den Speisesaal betreten. Ich darf gleich zwei verschiedene Ausgaben bedienen. Da muss alles sehr schnell gehen, Stressresistenz und Umsichtigkeit sind hier von großem Vorteil. An der Ausgabe zu stehen ist besonders interessant, weil man hier dem Gast direkt gegenüber steht und das Feedback zum Speisenangebot direkt erntet. Welches übrigens sehr positiv ist!

Rückstellprobe, Salatbuffet und mein Arbeitsbereich für die Mittagszeit

Rückstellprobe, Salatbuffet und mein Arbeitsbereich für die Mittagszeit

13:30 — Soeben ist der letzte Gast zufrieden zurück auf seinen Arbeitsplatz gegangen. Für die Köchinnen bedeutet das, dass sie wieder einen Tag bravourös gemeistert haben.

Zum letzten Part des Tagesprogramms gehört nun das Reinigen der gesamten Küche. Das ist viel Arbeit, aber die Grundvoraussetzung für einen hygienisch einwandfreien Betrieb wie diesen. Dazu werden die Arbeitsplatten, die Gerätschaften und der Boden gründlich gesäubert. Auch ich trage fleißig dazu bei, dass die Ausgabe wieder blitzeblank wird, denn erst dann ist der Arbeitstag offiziell beendet.

Mein Fazit zum heutigen Tag: Es war lustig, es war anstrengend und es war herausfordernd. Ich habe großen Respekt vor allen Kolleginnen und Kollegen die täglich für so viele Menschen ihr Bestes geben und unsere Gäste nicht nur satt sondern auch glücklich machen. Ich bin jederzeit bereit diesen Ausflug zu wiederholen.

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