In den antiken Stätten Mykenes Geschichte erleben, auf der Akropolis in Athen oder in Knossos Kultur schnuppern, in Korfu an bunten Wildblumen schnuppern, am Stand von Myrtos Badetage genießen oder in Rhodos die geschützte, mittelalterliche Altstadt bestaunen — wenn es um die Planung des Urlaubs geht, steht Griechenland bei mir immer ganz weit oben auf der Liste. Daher ist es mir ein besonderer Genuss, Ihnen die Küche Hellas anlässlich der Griechenlandwoche bei Eurest vom 11. bis 15. Juni 2018 näher bringen zu dürfen.

ESSEN IN GRIECHENLAND

Die Genusswelt Griechenlands ist geprägt von den unterschiedlichen Landschaften, der Nähe zum Meer, der Verbindung zu anderen Kulturen und eine lange Geschichte. In den Küstenregionen spielen — wie könnte es ander sein — Fisch und Meeresfrücht eine große Rolle. Im kargen Bergland sind Schaf– und Ziegenfleisch weitverbreitet. Huhn und Kaninchen in verschiedenen Zubereitungsarten bereichern zusätzlich die Speisekarte. Besonders gerne wird Fleisch als Ofengericht wie das bekannte „Moussaka“ oder „Kleftiko“ serviert. Für die perfekte, geschmackliche Abrundung sorgen Knoblauch, Olivenöl, aromatischer Käse und eine Vielzahl von herrlichen Kräutern wie Minze, Salbei, Oregano oder Thymian. Ein Stück Brot darf bei keiner Mahlzeit fehlen.

Mit den Gedanken an Gyros übersehen viele Touristen die fleischlosen Köstlichkeiten. Ein üppiges Angebot an frischen Gemüsesorten und strenge, religiöse Fastenregeln (10 Wochen im Jahr) haben eine schmackhafte vegetarische Küche entstehen lassen. Als bekannte Vertreter sind hier das griechische Ofengemüse „Briam“ oder die „Fasolada“ (Bohnensuppe) zu nennen. „Jemista“, gefülltes Gemüse“ oder „Fava“, eine Erbsenpastete sollte man auch probiert haben.

Auch Liebhaber süßer Leckereien kommen nicht zu kurz. Gegessen wird neben frischen Obst auch griechisches Joghurt mit Honig und Nüssen oder süßes Gebäck und Kuchen. „Galaktoboureko” zum Beispiel ist ein Grießpudding, der mit Strudelteig umhüllt wird. Sehr emfehlenswert ist auch ein Walnusskuchen namens „Karidopita” oder kleine frittierte Teigbällchen mit Namen „Loukoumades”.

GESELLSCHAFTSESSER

Einfach nur essen um satt zu werden? Das habe ich in Griechenland noch nie erlebt. Die griechische Esskultur ist von Geselligkeit geprägt. Durch den hohen Stellenwert des Essens wird dieses ausgiebig mit Familie und Freunden zelebriert. Die Paréa gehört zu den urgriechischen Essgewohnheiten. Zeit spielt da keine große Rolle. Mahlzeiten können sich in solch geselligen Runden über Stunden hinziehen. Wichtig sind guter Geschmack und gute Gesellschaft. In Restaurants und Tavernen bestellt man gemeinsam. Gegrilltes Fleisch, Fisch, Gemüse und verschiedene Mezedes (Vorspeisen) kommen für alle gemeinsam auf den Tisch und jeder nimmt sich, was er mag. Den mediterranen Temperaturen angepasst, ist das Abendessen die Hauptmahlzeit des Tages. Frühstück und Mittagessen hat einen untergeordneten Stellenwert.

FÜR GESUNDHEITSBEWUSSTE

Obst, Gemüse, Kräuter, Olivenöl und viel Fisch, aber wenig Fleisch: Zur Mittelmeerküche gehörend, genießen die Speisen Griechenlands den Ruf besonders gesund zu sein. Die hochwertigen, nährstoffreichen Lebensmittel schützen Herz und Gefäße. Der entschleunigte Essensstil trägt zum psychischen Wohlbefinden bei.

In diesem Sinne darf ich „kalí órexi“ (Guten Appetit) wünschen. Schauen Sie in der kommenden Woche in Ihre Eurest-Kantine und lassen sich ein großes Stück Urlaubsfeeling servieren.

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