Wussten Sie, dass jeder Österreicher/jede Österreicherin im Jahr etwa 40kg Lebensmittel wegwirft?
Diese Zahl hat mich schockiert — da ich persönlich sehr darauf achte das Lebensmittel nicht im Müll landen.  Umso mehr habe ich mich gefreut als unser Einkauf uns im Sommer mitteilte, dass wir als Unternehmen das Thema aktiv angehen und  die Initiative „United Against Waste” unterstüzen werden.

Worum geht es bei United Against Waste?

United Against Waste ist eine Initiative, die es sich zur Aufgabe gemacht hat Lebensmittelverschwendung in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung entgegenzutreten. Zum einen verursacht Lebensmittelabfall hohe Kosten: Da kauft man etwas ein, lagert es, muss es dann verarbeiten und zubereiten, nur damit man es am Ende in den Müll schmeißt? — nicht ganz ideal! Zum anderen spielt auch der Umweltaspekt eine wichtige Rolle: Lebensmittel verbrauchen Ressourcen und die nicht zu knapp z.B. braucht man für die Erzeugung eines Kilogramm Rindfleisch bis zu 15.000l Wasser (Quelle: Wikipedia — Virtuelles Wasser).

Ziel der Erhebung war es ein Abfall-Analyse-Tool zu erstellen, welches Betrieben ermöglicht ihren eigenen Ressourcenverbrauch besser zu analysieren und daraus leichter Maßnahmen für Abfallvermeidung setzen zu können. (hier geht´s zum vorgestellten Tool)

Welche Rolle spielt Eurest?

Bisher gab es noch keine gesicherten Daten zum Lebensmittelabfallaufkommen in Gastronomiebetrieben, die oben genannte Zahl bezieht sich nur auf die Abfallmenge in Privathaushalten (da wird die Zahl gleich noch schockierender).
Hier kommen nun Eurest und weitere 29 Betriebe ins Spiel. Über den Sommer wurden hier Daten über den angefallenen Lebensmittelabfall erhoben. Wie die Erhebung ablief erzählte uns Alexander Gross, Betriebsleiter in der Siemens City dem Eurest-Testbetrieb — hier noch einmal nachzulesen.

(Foto: United Against Waste / Bernhard Noll)

(Foto: United Against Waste / Bernhard Noll)

Was sind die Ergebnisse der Untersuchung?

Ende Januar wurden die ersten Ergebnisse auf einer Pressekonferenz in der Siemens City vorgestellt. Unglaubliche 5.268 kg Lebensmittelabfall wurden allein an einem Tag in den 29 Testbetrieben gemessen.

Großes Einsparungspotential ergibt sich laut der Untersuchung bei Salatresten und „Fleischretouren”. Gerade Fleischabfälle sind eine enorme Umweltbelastung und bergen ein hohes ökologisches Einsparungspotential.

Erste Empfehlungen zur Reduktion der Lebensmittelabfälle wurden ebenfalls bereits aufgezeigt. Diese wurden von den teilnehmenden Experten und Köchen gemeinsam entwickelt. Zum Beispiel lassen sich die Salatretouren auf „Turmbauwettbewerbe am Salatbuffet” zurückführen, wodurch man sich und seinen Hunger überschätzt und zuviel nimmt. Auch die Speisen auf den „Schautellern” müssen am Ende des Tagesgeschäfts entsorgt werden.

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(Foto: United Against Waste / Bernhard Noll)

Was passiert als nächstes?

In den 29 Testbetrieben werden je nach Möglichkeit einzelne Maßnahmen implementiert. Die Erfahrungen der einzelnen Teilnehmer werden gesammelt. Im Frühjahr 2015 werden, im Rahmen einer Roadshow, mit Workshops und Infoveranstaltungen Tipps und Konzepte zur Vermeidung von Lebensmittelabfall verbreitet.

Wir halten Sie natürlich weiterhin am Laufenden! Falls auch Sie Tipps & Tricks zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen haben lassen Sie es uns wissen!

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